Vereinsausflug vom 24. August 2023 auf die Insel Mainau

Einmal mehr : „Wenn Engel reisen!“  Nach der Hitzewelle der letzten Tage war die leichte Bewölkung und der Kühleffekt des Bodensees willkommen und der Aufenthalt auf der Insel sehr angenehm.

Nach der zweistündigen Fahrt mit dem Brunner Car lotste uns der Chauffeur zum Eingang. Dort wartete bereits unsere Führerin, die uns interessante Details aus der Geschichte der Insel Mainau erzählte. Die Erklärungen der verschiedenen Regionen des Parks und wer die Gestaltung dieser Gärten in Auftrag gab, entlockte manches Ahh und Ohh.

Beispiel: Wie kam es zur Metasequoia (Chinesisches Rotholz) Allee? Der Mammutbaum war vor Jahrtausenden hier heimisch, verschwand irgendwann und galt aus ausgestorben. In China wurden einige dieser Bäume wiederentdeckt. Der Graf Bernadotte  kaufte einen Jungbaum und lies Stecklinge anpflanzen. Und weil so viele gut gediehen, wurde kurzerhand eine Allee mit Mammutbäumen angepflanzt.

Oder: Vor Jahren wurden tausende von Tulpenzwiebeln gekauft, um Rabatten damit zu bepflanzen. Das Wetter aber spielte nicht mit. Zum Zeitpunkt der Auspflanzung waren die Böden hart gefroren und eine Auspflanzung unmöglich. Die Zwiebeln drohten im Lagerraum zu verfaulen. Da kamen den Gärtnern die Idee, auf den einzigen Südhang, der dank der Südausrichtung nicht gefroren war, die Zwiebeln zu pflanzen. Seither blühen dort jeden Frühling tausende von Tulpen.

Oder das Arboreteum: Einer der Grafen lies auf dem Hügel in der Mitte der Insel Bäume aus aller Welt pflanzen. Bei seinem Tod verfügte die Witwe, dass an diesem Teil des Parks nichts verändert werden dürfe. Die Gärtner befolgten diese Anweisung 30 Jahre lang. Als Graf Bernadotte Herr über die Insel wurde, konnte er vom Schloss aus den Bodensee nicht mehr sehen, so dicht stand der Wald, völlig zugewuchert.  Der Chefgärtner wollte nichts wissen von Auslichten. So schickte der Graf den Gärtner in die Ferien. In dieser Zeit fertigte er mit Hilfe von Fotos eine Skizze an, wie das Arboreteum ausgedünnt werden kann. Und der Plan wurde in Abwesenheit des Gärtners umgesetzt.

Die Führung machte hungrig und auch ein wenig müde. Pause und Mittagessen und er Schwedenschenke.

Nach dem Mittagessen blieb Zeit, um den Park individuell zu erkunden. Für jene drei Frauen, die nicht mehr ganz gut zu Fuss waren, stand ein Fahrzeug bereit, das sie zum Schloss fuhr. Sie konnten so ihre Kräfte sparen, um die Umgebung rund ums Schloss zu erkunden.

Zum Bedauern vieler Frauen startete die Rückreise zu früh. Die Insel länger zu geniessen, wäre kein Problem gewesen.  Ich möchte wieder auf die Insel Mainau fahren und noch eine andere Jahreszeit erleben.  Beatrix

IMG-20230824-WA0004.jpg
IMG-20230824-WA0005.jpg
IMG-20230824-WA0007.jpg
IMG-20230824-WA0011.jpg
IMG-20230824-WA0013.jpg
IMG-20230824-WA0022.jpg
IMG-20230824-WA0027.jpg
IMG-20230824-WA0029.jpg
IMG-20230824-WA0030.jpg
IMG-20230824-WA0032.jpg
IMG-20230824-WA0040.jpg
IMG-20230826-WA0012.jpg
IMG-20230826-WA0013.jpg
IMG-20230826-WA0017.jpg